Familien und gesellschaftlicher Zusammenhalt

Angebot der Kindertagesstätten

Schwalbach ist eine familienreiche und eigentlich auch familienfreundliche Stadt. Ausreichend Kita- und Krippenplätze zur Verfügung zu stellen ist eine Pflichtaufgabe von Kommunen. Das Angebot an Krippenplätzen wollte der Magistrat jüngst nicht erweitern, obwohl rund 80 Plätze fehlen. Höchste Zeit, dass mit dem Bau der neuen Krippe- und Kita St. Pankratius begonnen wird. Arbeitende Eltern tragen dazu bei, dass es Schwalbach wirtschaftlich gut geht. Sie sind Steuerzahler, oft mit einem Arbeitsverhältnis in Schwalbacher Unternehmen. Umgekehrt finden auch Kinder von Eltern, die nicht in Schwalbach leben, aber arbeiten, einen Krippen- oder Kita-Platz in unserer Stadt. Es ist also ein doppelter Gewinn, wenn wir mit einer guten Kinderbetreuung und ausreichend Kindertagesstätten eine familienfreundliche Stadt bleiben. In den städtischen Einrichtungen werde ich mich für die Ausbildung pädagogischer Fachkräfte einsetzen.

Jugend – Familien – Frauen – Senioren

Die städtische Jugendarbeit ist bei uns in guten Händen, aber die Politik könnte regelmäßiger über die Wirksamkeit der städtischen Jugend- und Sozialarbeit informiert werden. Nach Corona muss sie auf zwei neue Entwickelungen reagieren: Einsamkeit und Depressionen. Jugendlichen wurde in den letzten Jahren viel zugemutet und das wirkt mitunter bis heute nach. Geschultes Personal ist entscheidend, um schwierige Lebensphasen von Kindern und Jugendlichen allen Alters zu erkennen. Die Dunkelziffer der Betroffenen ist groß, es braucht mehr Räume für die Jugend.

Unsere Senioren fühlen sich in Schwalbach wohl. Viele sind im Ehrenamt, in Sport- und Freizeitvereinen aktiv oder sie nutzen das vielfältige Kulturangebot. Trotzdem gibt es Dinge, die wir verbessern können: Ein Bürgerbus würde die Mobilität älterer Menschen erhöhen. Altersgerechte, barrierefreie Wohnungen oder Arztpraxen fehlen genauso wie eine Tagespflegeeinrichtung oder ein Tageshospiz. Anbieten würde sich das Baugebiet „Am Flachsacker“ oder das „Conti-Gelände“.

Ehrenamtliche Tätigkeiten sind unersetzlich für den Zusammenhalt unserer Gesellschaft. Rund 27 Millionen Menschen in Deutschland sind im Ehrenamt aktiv. Sie setzen sich gemeinsam für andere und eigene Ideen ein, übernehmen Verantwortung und gestalten mit. Jeder kann mitmachen.

Vor sechs Jahren stand in meinem Wahlprogramm, dass ich einen Vereins- oder Ehrenamtsreferent in der Stadtverwaltung etablieren würde. Der Vorschlag wurde aufgenommen und vom Parlament beschlossen. Eine halbe Stelle steht dafür bereit, um die Vereine und die ehrenamtlichen Mitglieder zu entlasten. Zukünftig möchte ich in Schwalbach ein Car-Sharing-System etablieren, dass von Bürgerinnen und Bürgern, aber auch von Vereinen und ihren Mitgliedern genutzt werden kann.

Integration kann gelingen

Eine gute Integrationspolitik schafft Rahmenbedingungen, unter denen Menschen unterschiedlicher Herkunft gleichberechtigt zusammenleben. Wir müssen Teilhabe ermöglichen, Chancengleichheit bieten, den Zugang zum Arbeitsmarkt erleichtern, Beratung und Qualifizierungsangebote machen, Austausch und Begegnung ermöglichen und uns interkulturell öffnen. Es braucht den Austausch zwischen den zivilgesellschaftlichen Hilfsangeboten, den Religionsgemeinschaften, den Schulen, Sportvereinen oder Arbeitgebern. Kooperation und Vernetzung sind die wichtigsten Bausteine für das Gelingen von Integration. Dafür muss die Stadt den Rahmen schaffen. Ich begrüße es, dass am 15.03. auch ein Ausländerbeirat gewählt werden wird. Von der Arbeit der nichtöffentlich tagenden Integrationskommission ist wenig in der Stadtpolitik angekommen. Das ändert sich jetzt und das ist überfällig.

Sozialen Zusammenhalt stärken

  • – Monitoring für Kita- und Krippenplätze sowie Bedarf an Plätzen sicherzustellen.
  • – Vereine und Ehrenamt müssen weiter gefördert und bedarfsgerecht ausgestattet werden.
  • – Die Kulturkreis GmbH soll erhalten bleiben.
  • – Ein Bonussystem bzw. Flatrate für Vereinsmitgliedschaften.
  • – Monitoring der Jugend- und Sozialarbeit, die Politik muss die Wirksamkeit der Angebote kennen.
  • – Monitoring der Seniorenarbeit.
  • – Werden Angebot auch von Nicht-Deutschen Senioren in Anspruch genommen?
  • – Arbeit des Ausländerbeirat stärken, ihre Anliegen in die Öffentlichkeit tragen.
  • – Digitale Sprechstunden für Bürgerinnen und Bürger ermöglichen.
  • – Digitale Barrierefreiheit: Öffentlich zugänglicher PC im Bürgerhaus oder der Bücherei.