Wahlprüfstein Höchster Kreisblatt

Warum sollen die Schwalbacher Sie am 15. März zum Bürgermeister/zur Bürgermeisterin wählen?

Mir ist die Nähe zu den Menschen wichtig. Ich werde nichts versprechen, was ich nicht halten kann. Aber ich höre zu, nehme Anliegen ernst und packe Unerledigtes an. Ich stehe für Verlässlichkeit und Kontinuität, für eine transparente und gerechte Kommunalpolitik mit Haltung. Mit meiner beruflichen und politischen Erfahrung werde ich kompetent, zugewandt und parteiübergreifend Menschen zusammenführen und Entscheidungen erklären. Projekte müssen klar priorisiert werden, damit die Umsetzung zeitnah erfolgt. Mit Pragmatismus, Erfahrung und Leidenschaft werde ich die Interessen der Menschen in unserer Stadt vertreten.

Wie wollen Sie die finanzielle Situation der Stadt verbessern?

Wir brauchen eine neue Strategie bei der Finanzierung größerer Projekte. Investitionen müssen zielgenau eingesetzt, effizient umgesetzt und teilweise über Kredite finanziert werden. Es darf keine Investition mehr ohne Wirtschaftlichkeits- und Folgekostenberechnung geben und wir brauchen ein Finanz- und Projektcontrolling. Beim Haushalt gilt für mich das Prinzip der Klarheit und Wahrheit, damit wir endlich mit realistischen Zahlen arbeiten. Die Gewerbesteuereinnahmen steigen wieder mit verlässlichen Standortbedingungen, durch die Weiterentwicklung bestehender Gewerbegebiete und gute Wirtschaftsförderung.

Welche Möglichkeiten sehen Sie, neuen und bezahlbaren Wohnraum zu schaffen?

Der Bedarf an neuem, bezahlbarem und sozial gefördertem Wohnungsbau ist hoch. Die meisten Menschen sind auf faire Mieten angewiesen. Doch für sie wurde in den vergangenen Jahren in Schwalbach nichts getan. Bei der B-Plan-Änderung des Grundstücks „Am Erlenborn“ hatten wir Grünen beantragt, dort sozialen Wohnungsbau festzusetzen. Dies scheiterte an SPD und CDU. Bei der Entwicklung des Geländes „Am Flachsacker“ oder auf dem Conti-Gelände darf sich das nicht wiederholen. Zudem muss der neue Fernwärmevertrag mit der Süwag ausgesetzt und neu verhandelt werden. Die viel zu hohen Preise müssen runter.

Was wollen Sie in der Stadtverwaltung verändern?

Ich möchte das Bauamt aufwerten zu einem Amt für Stadtentwicklung. Um zielgenau zu investieren und mehr Einnahmen zu generieren, müssen Wirtschaftsförderung und Stadtentwicklung abgestimmt zusammenarbeiten. Als Bürgermeisterin werde ich verstärkt in Aus- und Weiterbildung investieren. Vier Aufgabenbereiche müssen besetzt werden: Verwaltungsfachkraft für die Feuerwehr, die Bauunterhaltung, die Wärmewende und die Stadtplanung. Prozesse müssen sauber umgesetzt werden, Dinge sollen zuverlässig funktionieren – ohne Drama. Alle Entscheidungen sollen transparent, rechtssicher und nachvollziehbar sein.

Welche Vision haben Sie für Schwalbach?

Die Zukunft im Blick haben – ohne die Gegenwart zu vergessen. Ich möchte den Alltag der Menschen verbessern, eine nachhaltige Stadtentwicklung fördern, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf durch genügend Kita- und Krippenplätze sicherstellen, Investitionen in die Radwegeinfrastruktur und in den Klimaschutz fördern, die Barrierefreiheit und neue Mobilitätsformen vorantreiben. Mit pragmatischen Entscheidungen werde ich Projekte umsetzen, die bereits begonnen wurden. Und ich werde Eintreten für Demokratie, Gleichberechtigung und Vielfalt, mit klaren Worten gegen Diskriminierung und Ausgrenzung. Ich stehe für Werte – nicht nur für Verwaltung.

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