Am Montag, den 23. Februar 2026 diskutierte ich mit meinen Gästen im Kleinen Saal des Bürgerhauses über die Zukunft der Fernwärme. Für viele Kundinnen und Kunden bleibt die Schwalbacher Fernwärmeversorgung ein Ärgernis: Überhöhte Energiekosten, verschleppte Abrechnungen, ein Klageverfahren wegen ungültiger Preisformeln, der Anschluss- und Benutzungszwang.
Den zur Abstimmung gestellten Vertrag mit der Süwag hätte die Stadt nach meiner Einschätzung – und der meiner Fraktion – nicht unterzeichnet dürfen. Statt das Monopol des Versorgers zu beenden, wurde ein Kooperationsvertrag mit der Süwag Grüne Energien & Wasser AG für 20 Jahre unterzeichnet, der weiter für hohe Preise und Ärger sorgen wird. Ziel von uns Grünen war immer eine zuverlässige, kosteneffiziente und berechenbare Fernwärmeversorgung: Biogas und effiziente „Serverthermie“ in einem Gemeinschaftsunternehmen statt fossilen Erdgases mit einer intransparenten Dekarbonisierungsstrategie durch eine Privatunternehmen.
Wie der kommunale Einfluss bei der Energiewende mit der Süwag AG als Partner aussehen kann, stellte Gastredner Olaf Bruhn aus Hofheim vor. In Hofheim-Marxheim wurden die Weichen für mehr Energieeffizienz bei der Fernwärmeversorgung im Sinne der Bürgerinnen und Bürger gestellt.
Gesprochen haben wir auch über die finanziellen und rechtlichen Bedenken, die vor Beschluss der Stadtverordnetenversammlung allen Stadtverordneten bekannt war. Trotz einer anwaltlichen Stellungnahme, die fünf Risiken benennt, siehe Anlage, wurde über den Kooperationsvertrag abgestimmt, eine Vertagung wurde abgelehnt. Und das kann sehr teuer werden. Wer aussteigen will und es sich leisten kann, der kündigt und ist raus aus der Fernwärme. Für Mieterinnen und Mieter wird es dann noch teurer.









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